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ASTURIEN    Spanien ein bißchen anders...

 

...Fortsetzung

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...Das kantabrische Gebirge
In diesem Gebirge finden sich auch Überreste von Siedlungen aus der Bronze- und Eisenzeit. Diese kleinen, befestigten Dörfer, castros genannt, befinden sich vorwiegend in den Bergen, aber einige liegen eher in Küstennähe, Castro de Coaña, am Rio Navia, im Westen Asturiens. Das kantabrische Gebirge wird auch als eines der letzten Gebiete in Europa beschrieben, in dem die Säugerfauna seit der Eiszeit nahezu vollständig erhalten geblieben ist.

Andererseits, da hier intensive Landwirtschaftsmethoden und die Anwendung von Kunstdünger und Pestiziden kaum verbreitet sind, hat sich auf dem Grasland eine atlantische Flora von einer Vielfalt erhalten, die in der Welt ihresgleichen sucht. Sogar die Wegränder sind wahre Schatzkammern.
Die höheren Lagen des kantabrischen Gebirges sind außerordentlich reich an endemischen subalpinen und alpinen Heidekraut und Färberginster findet man zierliche Steinbrecharten und Akeleien, die es nirgendwo sonst auf der Welt gibt.

Die Berge haben besser als in anderen spanischen Regionen die Bewahrung alter Bräuche und Kulturgüter ermöglicht.

Keineswegs soll der kulturellen Norden ignoriert werden, denn die Landschaften existieren Seite an Seite mit der Geschichte.

Geschichte
Die Rückeroberung (La Reconquista) im kantabrischen Gebirge setzte 722 mit der Schlacht bei Covadonga ein. Die Westgoten waren in die Nordtäler des Gebirges geflüchtet und konnten sich  dort verschanzen. Unter Anführung eines westgotischen Fürsten namens Pelayo entstand das kleine Königreich Asturien mit Oviedo als Hauptstadt. Die westgotische Kunst lebte als asturische Kunst weiter. In und um Oviedo sowie bei Villaviciosa befinden sich die bedeutendsten asturischen Architekturmonumente.
Denkmal an Pelayo
Bild: Denkmal an Pelayo in Cangas de Onis

Präromanik
Der frühen Rückeroberung des Gebietes von den Mauren - fast ganz Spanien war von ihnen besetzt - ist ein ganz eigener Baustil zu verdanken. Die asturische Präromanik, eine Nachfolgerin der westgotischen Architektur, die sich vom 8. bis ins frühe 10. Jahrhundert ohne Berührung mit anderen frühen Bauformen der Christenheit entwickelte.

EL BIERZO UND WETSASTURIEN

Sierra de Ancares, Degaña, El Bosque de Muniellos
Zu den südlichen Ausläufern der Sierra de Ancares gelangt man von dem schläfrigen Städchen Cacabelos, jenseits asturischen Gebiets.
Die Sierra de Ancares erstreckt sich über etwa 500 ha und ist zwar nicht so schroff und zerklüftet wie die Picos de Europa, aber von einer ganz eigenen ruhigen Schönheit. Oft kommt es vor, daß man an einem Ort plötzlich das Gefühl hat, man sei der erste Mensch, der je hierhergekommen ist. Dieser vergessene Landstrich ist überreich an Wildtieren.

Wolf
Wolf

Nördlich der abgerundeten Konturen von Ancares liegt das Gebiet von Degaña - bereits auf asturischer Seite - und El Bosque de Muniellos. Degaña ist eines der kleineren Wildreservate des kantabrischen Gebirges. Der Bärenbestand in diesem Gebiet verdankt seine Existenz der Tatsache, daß es sehr waldreich ist.

El Bosque de Muniellos ist einer der größten Eichenwälder Europas. Das Gebiet umfaßt ca. 3000 ha einzigartiger, natürlicher Vegetation. Die höchste Erhebung Muniellos beträgt 1685 m. Die "obere Etage" des Waldes setzt sich aus Stieleichen, Birken, Erlen und Haselnuß zusammen. Die "untere Etage" aus einem dichten Gestrüpp von Stechpalmen, Weißdorn und Erdbeerbäumen. Im Herbst locken die Früchte der Sträucher viele Sperlingvögel und Kleinsäuger an, und so ist auch die Raubtierfauna gut vertreten. Wie auch im Degaña-Gebiet kommen Bären häufig vor, zusammen mit Wölfen, Wildkatzen und Füchsen. Unter den Greifvögeln sind Habichte, Sperber, Wanderfalken, Turmfalken, Steinadler, Schlangenadler und Habichtsadler vertreten. Gemsen und Rehe, auch Wildschweine sind kein ungewöhnlicher Anblick.

Adler
Adler

In unserer Zeit gleicht es schon einem Wunder, daß dieses Waldgebiet fast vollkommen unberührt geblieben ist.

Sueve - bei Colunga -, Gebirge der Asturcones
Das Kennzeichen der recht kleinen, aber kräftigen Pferde der Asturcon-Rasse sind die lange, prächtige Mähne und das tiefschwarze Fell. Wer sie auf freier Wildbahn aufspüren will, braucht etwas Glück. Wer keine Pferde entdeckt, wird immerhin durch die herrliche Gebirgslandschaft und den wunderschönen Blick über die Küste entschädigt werden.

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